Verwendung von Cookies
Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies.
Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Homöopathie

Ihre namengebende und wichtigste Grundannahme ist das von Hahnemann formulierte Ähnlichkeitsprinzip: "Ähnliches sollte durch Ähnliches geheilt werden" (similia similibus curentur, Hahnemann). Danach solle ein homöopathisches Arzneimittel so ausgewählt werden, dass es an Gesunden ähnliche Symptome hervorrufen könne wie die, an denen der Kranke leidet, wobei auch der "gemütliche und geistige Charakter" des Patienten berücksichtigt werden solle. Hierzu wurden von Hahnemann und seinen Nachfolgern ausgedienter Tabellen (Repertorien) erstellt, mit deren Hilfe der Homöopath den Patienten und seine Krankheitserscheinungen einem so genannten Arzneimittelbild zuordnen soll. 

Zur Herstellung der homöopathischen Arzneimittel werden die Grundsubstanzen einer so genannten Potenzierung unterzogen, das heißt, sie werden wiederholt (meist im Verhältnis 1:10 oder 1:1000) mit Wasser oder Ethanol verschüttet oder mit Milchzucker verlieben. Die Ausgangsstoffe werden hierdurch so stark verdünnt, dass sie nicht mehr nachweisbar sind. Hannemann nahm an, dass durch das besondere Verfahren der Potenzierung oder „Dynamisierung" eine "im inneren Wesen der Arzneien Verborgene, geistartige Kraft" wirksam werden.

Im Jahr 2012 wurden in Deutschland Homöopathika für 453 Millionen € umgesetzt das entspricht 8 % aller rezeptfreien Arzneimittel. Davon wurden 24 % von einem Arzt oder Heilpraktiker verordnet 46 % wurden direkt vom Anwender in der Apotheke gekauft.